Sperrvermerk / Sperrklausel


Viele Studenten verfassen ihre Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit in einem Unternehmen, wo sie Wissenschaft und Praxis in einem konkreten Projekt miteinander verknüpfen können. Dies hat für alle drei Beteiligten - den Studierenden, den betreuenden Professor (auch Mentor genannt) und das Unternehmen ‑ große Vorteile. Der Studierende bekommt durch das Projekt, das als Grundlage für seine Abschlussarbeit dient, einen tieferen Einblick in die Praxis. Der betreuende Professor erhält oder festigt Kontakte zur Wirtschaft, die der Hochschule als wissenschaftlicher und Lehrinstitution zugute kommen. Das Unternehmen schließlich gewinnt mit dem Studierenden nach seinem Studienabschluss möglicherweise einen wertvollen Mitarbeiter, der das Unternehmen bereits kennengelernt hat und das Projekt, wenn der Bedarf dazu besteht, weiterführen kann.

In vielen Fällen arbeitet der Studierende bei seiner Abschlussarbeit mit empfindlichen unternehmensinternen Daten. Solche Daten will das Unternehmen verständlicherweise schützen. Deswegen kann der Betrieb verlangen, die Abschlussarbeit mit einem Sperrvermerk (Sperrklausel) zu versehen, welcher die Veröffentlichung der Arbeit innerhalb eines Bestimmten Zeitraums verbietet (In der Regel 2 Jahre). Eine Sperrung “für die Ewigkeit” gibt es nicht! Nach Ablauf der Sperrfrist wird die Arbeit, wie jede andere auch in der Universitäts- oder Hochschulbibliothek zum Verleih freigegeben.

Sperrvermerk Vorlage:

Die vorliegende Arbeit beinhaltet interne vertrauliche Informationen der Firma XY. Die Weitergabe des Inhalts der Arbeit im Gesamten oder in Teilen sowie das Anfertigen von Kopien oder Abschriften - auch in digitaler Form - sind grundsätzlich untersagt. Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Genehmigung der Firma XY.

Der Sperrvermerk wird in der Abschlussarbeit ganz vorne, vor dem Titelblatt platziert (Aufbau einer Abschlussarbeit).

Ein weiteres Dokument, das den Schutz der internen Unternehmensdaten garantiert, ist die Geheimhaltungserklärung.